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Praxis · April 2026

Warum ein Gutachten mehrere Monate dauern kann und was in dieser Zeit passiert

Viele Auftraggeber sind überrascht, dass ein Gutachten nicht in wenigen Tagen vorliegt. Der Aufwand entsteht nicht nur beim Schreiben, sondern vor allem bei Prüfung, Recherche, Unterlagenbeschaffung und fachlicher Herleitung.

Ein Immobiliengutachten entsteht in mehreren Schritten. Nach der Beauftragung prüfen wir Anlass, Umfang und Unterlagenlage. Es folgen die Sichtung vorhandener Dokumente, die Anforderung fehlender Unterlagen, Recherchen bei Behörden, gegebenenfalls die Auswertung der Bauakte sowie der Ortstermin. Danach werden objektspezifische Besonderheiten, Marktumfeld und Vergleichsdaten eingeordnet und gutachterlich hergeleitet. Gerade bei älteren, komplexen oder rechtlich belasteten Immobilien ist dieser Aufwand erheblich.

Wir erstellen keine Programmgutachten und arbeiten nicht nach Schema F. Jedes Objekt wird persönlich besichtigt und unter Berücksichtigung seiner rechtlichen, wirtschaftlichen und tatsächlichen Besonderheiten bewertet. Deshalb unterscheiden sich Aufbau, Schwerpunkt und Tiefe unserer Gutachten je nach Einzelfall und Verwendungszweck.

Wenn ein Gutachten mehrere Monate in Anspruch nimmt, bedeutet das daher nicht Stillstand, sondern sorgfältige Bearbeitung. Gleichzeitig sind unsere Kapazitäten häufig stark ausgelastet, was die Bearbeitungsdauer zusätzlich verlängern kann. Hinzu kommt, dass behördliche Rückläufe und externe Informationen nicht immer kurzfristig verfügbar sind. Wer ein Gutachten für Gericht, Finanzamt oder wichtige Vermögensentscheidungen benötigt, profitiert gerade von dieser Gründlichkeit.